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Sind Artikelverzeichnisse überhaupt noch sinnvoll?

January 12th, 2010 Joerg Leave a comment Go to comments

Lange Zeit war es eine recht gute Methode mithilfe von Artikelverzeichnissen seinen Blog, bzw einzelne Artikel in den Suchergebnisslisten nach oben zu bringen. Das Problem an der ganzen Sache war nur, diese Verzeichnisse waren nur in den wenigsten Fällen für Leser gedacht die nach guten Artikeln suchen. Denn all zu oft stand nur im Vordergrund auf sein Projekt zu verlinken bzw. entsprechende Keywords unterzubringen. Das hat auch Google erkannt und wertet Artikelverzeichnisse seit einer ganzen Weile schon gnadenlos ab. Die meisten haben Pagerankabstufungen hinnehmen müssen und die Mehrzahl von Ihnen weißt mitlerweile einen Pagerank von 0 auf.

Viele Artikelverzeichnisse sind überflüssig

Ich bin auf eine Liste von allein 544 Artikelverzeichnissen gestossen und es dürften hier in Deutschland sicher noch viel mehr geben, viele davon dürften reine Linkschleudern sein und der Wert eines Links oder gar das Interesse durch Leser dieser Verzeichnisse dürfte gegen Null tendieren. Google weiß um die jeweiligen Verzeichnisse und hat gerade bei denjenigen bei denen es nur um Linkbuilding geht, die ausgehenden Links sicher entwertet. So zeigt ein Blick auf die Liste auch das allein 400 von diesen Verzeichnissen mitlerweile mit einem Pagerank von 0 dastehen, ein sicherer Hinweis von Google, dass man der Sache nicht wohlwollend gegenübersteht, da diese Liste auch ein gewisses Alter aufweißt, dürften es nach dem letzten Pagerankupdate deutlich mehr mit Pagerank 0 erwischt haben. So hat es in letzter Zeit Google vorallem auch grade auf die Artikelverzeichnisse abgesehen, die mit Wordpress betrieben werden, da es hier recht offensichtlich nur um die Links ging und auch beim letzten Pagerankupdate hat es wieder einige Artikelverzeichnisse getroffen und wurden abgewertet.

Doch welche Artikelverzeichnisse taugen dann noch etwas?

Es sind vorallem diejenigen Artikelverzeichnisse interessant, die eine klare Gliederung haben und redaktionell überprüft werden, dass heißt auch einem gewissen Qualitätsstandart genügen. So kann man sehr gut am Alexa Rang ablesen, ob es sich um ein Artikelverzeichnis nur für die Suchmaschinenenoptimierung handelt, oder tatsächlich für Leser geschrieben wird. Zwar sagt ein Alexa Rang nicht wirklich etwas über die tatsächliche Höhe der Benutzerzahlen aus, Seiten die einen hohen Anteil an Webmastern als Besucher haben, haben immer in Deutschland klare Vorteile, doch sollte der Alexa Rang eines Verzeichniss mindestens besser als 100.000 sein, damit es sich überhaupt lohnt einen Artikel dort zu veröffentlichen. Dieses Kriterium dürfte allerdings mitlerweile von kaum einem Verzeichnis noch erreicht werden. Misterinfo.de war lange auch mitunter eine Art Artikelverzeichnis, doch haben sich die Betreiber im letzten Jahr entschieden nur noch auf professionelle Schreiber zurückzugreifen und keine Artikel mehr anzunehmen. Ein Beleg wie gut Google auch bei solchen Verzeichnissen die Qualität schätzt, zeigt der Pagerank der bei 7 liegt, auch die Alexa Zahlen lassen sich mit einem Rang von 13.337 durchaus sehen.

Ein Artikelverzeichnis das auch noch eine hohen Leserzuspruch aufweisen kann und einen Alexa Rang von 45.800 aufweisen kann, ist 4.am bzw neu umgestellt auf artikel.4.am. Nach eigenen Angaben das erste Artikelverzeichnis seiner Art. Doch hat die Seite, einen gewaltigen Pagerankeinbruch verkraften müssen, so hat 4.am mal einen Pagerank von 8 aufgewiesen. Nun weißt die Seite nur noch einen von 2 auf, aber immerhin im Vergleich zu all den anderen die ganz auf 0 gesetzt wurden. Artikel die dort eingereicht werden sollen, müssen von einem selbst stammen und noch nirgends sonst veröffentlicht sein. Der Artikel muss mindestens 250 Wörter aufweisen und darf 2 Links enthalten. Wer zurücklinkt darf auch 4 Links setzen.

Fazit

Artikelverzeichnisse haben einzeln sicher noch Wert, insbesondere wenn man sie nicht unbedingt als Artikelverzeichnisse ausmachen kann. Sind sie allerdings weitläufig bekannt, dürften nur noch diejenigen von ihnen einen Wert besitzen, die auch die entsprechenden Leserzahlen aufweisen können, so dass man sich und sein Projekt dort bekannter machen kann und weniger auf die Rückwirkung auf die Suchergebnisse angewisen ist. Ich würde hier als Kriterium den Alexa Wert heranziehen, der bei einem guten Verzeichniss mindestens einen Rang von besser als 100.000 aufweisen sollte. Man darf hier nämlich nicht vergessen, dass insbesondere diejenigen Webmaster die Artikel einreichen den Wert stark beeinflussen.

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  1. Was bringen Social Bookmarks noch?

  1. January 22nd, 2010 at 14:43 | #1

    ich sehe das auch so, Artikelverzeichnisse sind nur noch handverlesen wirklich hilfreich und auf jeden Fall langfristig eher die Arbeit nicht wert. BTW: 4.am weißt heute nur noch einen PR von 0 auf, es geht also auch mit den ehemals ganz großen bergab. Allerdings kann man natürlich auch mutmaßen, ob das an der Tatsache “Arikelverzeichnis” liegt oder an den Linkbaitings im Sinne von “linkst du zu uns, darfst du vier…” diese Praxis ist ja auch bei Google verpönt.

  2. Luna Chancellor
    February 19th, 2010 at 12:36 | #2

    Normalerweise kommentiere ich nicht – aber weil mir das auf dem Herzen ist, dann muss ich nur eins sagen – Danke, gut gemacht!

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