In Blogartikeln klare Ansage oder Abwägen ?
Beim heutigen Bloglesen bin ich auf einen interessanten Artikel gestossen mit der klaren Ansage Wie Sie um 200% bessere Artikel schreiben. Der Autor hat also auch hier bei diesem Artikel gleich seine eigenen Tipps beherzigt und sich festgelegt, gleich um 200% sollen die Artikel besser werden. Abgesehen davon wie man das messen sollte, haben mich diese Überlegungen zu der Idee für diesen Artikel gebracht. Sollte man in Blogartikeln eher klare Aussagen treffen oder aber lieber eine Sache aus meheren Blickwinkeln beleuchten?
Für Verkaufsartikel unbedingt klare Ansagen verwenden
Wer mit seinem Artikel ein Produkt verkaufen möchte, der sollte sich unbedingt an eine klare Ansage halten. Der Leser möchte genau seine Vorteile vor Augen geführt bekommen. Schon beim querlesen sollten die Vorzüge klar ins Auge stechen. Vorallem soll damit auch bezweckt werden, dass der Leser noch am besten während er den Artikel liest dieses Produkt auch kauft.
Viele Blogger sind nunmal nicht selbst Hersteller eines Produktes, außer sie vertreiben ihre eigenen Ebooks, Scripte, Themes, Photos oder Fan Artikel. Die meisten werden nur als Affiliate Produkte anderer in ihren Artikeln vermarkten. Aber in den meisten Fällen informiert man den Leser nur und dieser wartet erstmal ab und überdenkt sich die Anschaffung. Meist geschieht dies aber dann nicht mehr in dem Blog, der den Leser so umfangreich und mit allen Beweggründen informiert hat, sondern bei demjenigen der am kürzesten und direktesten auf die Vorzüge hinweist und schnell auf das Produkt hinweist. Für den Hersteller an sich ist das gleich welcher der Affiliates nun am Ende den Sale generiert hat. Aber ein Blogger muss darauf achten, dass dieses Produkt eben durch den Link aus seinem Beitrag gekauft wurde.
Bei Fachartikeln kommt es auf die Informationen an
Doch die meisten Blogs beschäftigen sich nicht mit dem Verkauf von Produkten, sondern der Artikel selbst soll informieren. Manchmal so ausführlich, dass man schon von Fachartikeln sprechen kann. Hier sieht es völlig anders aus. Ist natürlich auch abhängig vom Themengebiet. Manche erlauben einfache und klare Aussagen, andere wiederum benötigen sehr viele Einschränkungen. Ich schreib gerade sehr viel im Bereich Finanzen. Dort gibt es eben keine einfachen Lösungen, auch wenn viele gerne nach diesen suchen. So liest man grade auch in Anzeigen sehr viel von diesen klaren Ansagen: 1400 € in nur 48 Stunden! 100 Euro die Stunde verdienen! Goldpreise starten durch. Warum diese Aktien im Monat März crashen.
Für einen kurzen Moment erzielt man so Aufmerksamkeit. Mit der Zeit aber werden diesen Aussagen immer weniger Glauben geschenkt. Denn jeder der sich nur ein bischen mit solchen Thematiken auskennt weiß, dass solche Aussagen meist haltlos sind und nur mit Wahrscheinlichkeiten behaftet sind. Meist gibt es eben kein schwarz weiß sondern ein weites Meer an unterschiedlichen Grautönen. Wer also hauptsächlich Artikel schreibt die informieren sollen, ist besser beraten, sich hier nicht all zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Der Leser soll wiederkommen und auch das Gefühl haben, hier hat sich jemand von allen Seiten mit einem Thema beschäftigt.
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Hallo Joerg,
danke dass Du meinen Artikel erwähnst :-_
Ja, da geb ich Dir schon recht – es kommt immer auf den Sinn und Zweck des Textes an. Grundsätzlich sollte gerade eine Überschrift zum Weiterlesen bewegen. Und mit konkreten, neugierig machenden Aussagen gelingt dies meist sehr gut. Natürlich sollte man da mit Zahlen und Verdienstangaben vorsichtig umgehen.
Mein Artikel dreht sich ja nicht nur darum, sondern es werde noch mehrere Tipps beleuchtet. Wie man die 200% nun genau messen soll, darüber hab ich auch noch nicht nachgedacht
Die Headline hat auf jeden Fall ihren Zweck erfüllt und der Artikel wurde gelesen.
Viele Grüße
Klaus
Gerne, dein Artikel enthält ja auch sehr gute Tipps und ist daher auf jeden Fall eie Erwähnung wert. Es ist ja daher auch nicht als Kritik zu verstehen, sondern habe ich das vielmehr als Idee und Einleitung zu diesem Thema verwendet. Und wie ich am Kommentar und Trackback sehe hat das ja auch ganz gut funktioniert
Als Überschrift sollte ich auf jeden Fall Aufmerksamkeit erzeugen, im Artikel selbst kann ich dann mehr abwägen.
Grüße
Jörg
Ich hätte wahrscheinlich instinktiv genau so geschrieben, wie es hier in dem Artikel auch empfohlen wird. Es kommt aber wirklich auf das Thema an und für wen man seinen Blog schreibt. Was ich immer gut finde, ist wenn man im ersten Absatz einen groben Überblick über das Thema erhält und erst danach etwas tiefer darauf eingegangen wird. So kann man die ersten Sätze überfliegen und danach entscheiden, ob man den Rest auch noch lesen möchte.
Also gerade von solchen Aussagen wie 1400 € in nur 48 Stunden! würde ich mich eher abgeschreckt fühlen, weil normal für unwissende ist so ein Verdienst kaum möglich.
Und es kommt doch bei Blogs auch darauf an welche Zielgruppe man hat, und welche Ziele man selber mit dem Blog hat. Wenn man eigene Produkte anbieten will dann ist es richtig sich als Spezialist in diesen Gebiet zu erkennen zu geben,so bekommt man Stammleser die vielleicht auch kaufen.
Das andere ist wenn man über Werbung Geld verdienen will, da nützen super geschriebene Artikel wenig, und Stammleser sind nicht die Zielgruppe die zb Klickt.