Blogs in Zeiten von Twitter & Co
Peer Wandiger von Selbstständig im Netz veranstaltet nach langer Zeit mal wieder eine Blogparade zum Thema Blogs in Zeiten von Twitter, Facebook und Co.. Dazu gibt es als Schmankerl noch ein kleines Gewinnspiel für alle die bis zum 21.11.2009 daran teilnehmen, es gibt das Buch “Erfolgreiches Online Marketing” von Torsten Schwarz zu gewinnen, also Grund genug daran teilzunehmen. Dieses Thema passt natürlich hervorragend zum Blog und daher beleuchte ich die gestellte Frage unter dem Gesichtspunktes des Geld verdienens. Graben also wirklich Twitter, Facebook und Co den Blogs das Wasser ab und sind daher Blogs ein Auslaufmodell?
Was kann Twitter tatsächlich leisten?
Der Dienst Twitter erlaubt es vor allem kurze Mitteilungen mit maximal 140 Zeichen zu veröffentlichen. Darin kann man kurz ein Statement zu gewissen Themen abgeben, oder Neuigkeiten verbreiten aber eine ausführliche Abhandlung ist darin nicht möglich. Auch sind die Tweets innerhalb kurzer Zeit schon bald wieder in der Flut an weltweiten Kurznachrichten untergegangen. Zwar kann man diese noch über die einzelnen Profile für eine Weile aufrufen, doch nur wenige machen das auch. Tweets eignen sich dagegen hervorragend um kurzfristig Aufmerksamkeit zu erregen. Man kann hier schon praktisch im absenden der Nachricht viele Leute erreichen, die diese lesen und bei Interesse dem Link darin folgen.
Was bedeuted dies für Blogs, ist das also eine Konkurenz?
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Im Gegenteil, sowenig das Radio die Tageszeitungen überflüssig gemacht hat, so wenig wird Twitter Blogs überflüssig machen. Man kann diese Analogie ganz gut miteinander vergleichen, wie beim Radio ist ein Tweet nur kurz nach dem Senden von Bedeutung, danach verschwindet er im Weiten rauschen. Ein Blog wie eine Zeitung dagegen kann noch Wochen, Jahre nach der Veröffentlichung im Archiv gefunden werden. Besonders Suchmaschienen lieben Blogs und selbst Artikel von kleineren und frisch erstellten Blogs ranken meist besser als sogar meist umfangreicherer Artikel großer Nachrichtenkonzerne zum gleichen Thema. So werden Artikel noch lange Zeit nach der Veröffentlichung von Lesern gefunden.
Es wird allerdings eine Veränderung für diejenigen darstellen, die sich mit ihren Blogs auf das Veröffentlichen brandaktueller News spezialisiert haben. Artikel die nur in der Schlagzeile interessant sind und schon das Meiste darin gesagt haben, werden als Blogartikel keine Chance mehr haben, das alles kann ich viel schneller über Twitter haben.
Die Vorteile für Blogs durch Twitter
Die Vorteile die Blogger durch Twitter und soziale Netzwerke ziehen können sind verglichen mit den Nachteilen gewaltig. Wenn ich Geld verdienen möchte, muss ich Inhalte haben auf die ich in Twitter verlinken kann. Man kann kaum jemanden innerhalb 140 Zeichen eines tweets für ein Produkt begeistern oder aber darlegen warum man grade durch diese Informationen wirklich benötigt. Man kann aber seine eigenen Artikel bekannter machen und sehr schnell und viele Leute auf neue Artikel aufmerksam machen. Twitter hat sich für meinen Hauptblog zu einem der wichtigsten Lieferanten für Blogleser entwickelt. Man hat die Möglichkeiten automatisch über Plugins wie Twitter Tools neuveröffentlichte Blogartikel auch als Tweets zu veröffentlichen, so werden die Follower immer aktuell über neue Blogartikel informiert und man bekommt so sofort die ersten Leser. Besonders erreicht man über die Möglichkeit anderen zu folgen bzw. andere die die Followerlisten nach interessanten Leuten durchforsten, ständig neue Leser die sonst nie den eigenen Blog gefunden hätten. Dazu gibt es noch die äußerst effektive Methode Tweets zu populären Themen, bei Twitter sogenannten #tags zu veröffentlichen und dabei auf eigene passende Artikel zu verweisen. So ist das nicht selten, dass an mit nur einem tweet in den nächsten Minuten gleich 30 Leute auf die eigene Seite lenken kann.
Fazit
Twitter und andere soziale Dienste sind vorallem eine Bereicherung für den Blogger und keine Konkurenz. Besonders dann, wenn Blogs sich darin verstehen interessante Fachartikel zu schreiben, die auch noch lange nach der Veröffentlichung von Interesse sind. Auch wird man eher mit dem Blog Geld verdienen, da dort der ausführliche Content liegt. Twitter dagegen ist ein weiterer Kanal auf dem die Leser diesen erreichen und finden können und daneben auf eine persönlichere Ebene mit dem Autor in Kontakt bleiben können. Für diesen Blog habe ich nnun seit kurzem auch einen extra Twitter Account erstellt. Man kann mir und dem Blog nun unter GeldvdWeblogs auf twitter folgen.
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